Emotional Support Animals (ESA): Mehr als nur ein Haustier Ein Hund kann weit mehr sein als ein treuer Begleiter. Für viele Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind Hunde ein wichtiger Anker im Alltag. In diesem Zusammenhang liest man immer häufiger den Begriff ESA-Hund. Doch was genau verbirgt sich dahinter, und wie grenzen sie sich von Assistenzhunden ab?
Was ist ein ESA-Hund? Ein Emotional Support Animal (ESA) – zu Deutsch: Hund zur emotionalen Unterstützung – ist ein Tier, das seinem Besitzer durch seine reine Anwesenheit und die enge Bindung hilft, die Symptome einer psychischen Erkrankung zu lindern.
Im Gegensatz zu klassischen Assistenzhunden müssen ESA-Hunde keine speziellen Hilfeleistungen (wie das Drücken von Notfallknöpfen oder das Warnen vor Anfällen) erlernen. Ihre Hauptaufgabe ist die therapeutische Wirkung durch:
Der wichtige Unterschied zum Assistenzhund Es ist wichtig, die rechtliche Lage in Deutschland und Europa zu kennen:
| Merkmal | Assistenzhund (z.B. Blindenführhund, PTBS-Hund) | ESA-Hund (Emotional Support Animal) |
|---|---|---|
| Ausbildung | Spezielle Fachausbildung & Prüfung | Keine spezielle Prüfung erforderlich |
| Aufgabe | Erlernt gezielte Handlungen (Tasks) | Bietet emotionale Unterstützung durch Präsenz |
| Zutrittsrechte | Gesetzliches Recht auf Zutritt (Supermarkt, Arzt etc.) | Kein gesetzliches Sonderrecht (Hausrecht entscheidet) |
| Status | Gilt als medizinisches Hilfsmittel | Gilt rechtlich als Haustier |
Warum ein ESA-Hund dennoch wertvoll ist Auch wenn ESA-Hunde in Deutschland rechtlich nicht den gleichen Status wie Assistenzhunde genießen, ist ihre Wirkung unbestritten. Sie helfen Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder sozialen Phobien, wieder am Leben teilzunehmen.
Wichtig zu wissen: Ein ESA-Hund sollte immer einen sehr guten Grundgehorsam besitzen und wesensfest sein, damit er seinen Besitzer in Stresssituationen nicht zusätzlich belastet, sondern tatsächlich entlastet.